Im europäischen Raum wurden die ersten Fussboden-Heizungen von den Römern verwendet (hypocaustum). Die Konstruktion bestand aus einem Brennofen (praefurnium), einem unter dem Fussboden liegenden Heizraum, dem Hypocaustum und Abzügen für die heisse Luft und die Abgase. Der Brennofen lag meist im Freien. Der Heizraum bestand aus im Abstand von etwa 30 bis 40 cm aufgeschichteten, etwa 30 bis 60 cm hohen Ziegeltürmchen aus quadratischen oder runden Platten, die zunächst eine grössere Deckplatte trugen. Darauf lag die grosse Tragplatte.

Die gesamte Konstruktion des Fussbodens war etwa 10 bis 12 cm dick. Vom unter dem beheizten Raum gelegenen Heizraum strömte die heisse Luft in die Wandkanäle (tubuli), die auf diese Weise auch die Wände beheizten. Erst dann trat die Luft ins Freie aus.

Archäologische Funde in Nord-Korea brachten ebenfalls ein System für die Erwärmung von Fussböden zutage. In Unggi, der Region von Ham Kyung Buk-Do, wurden in mehreren antiken Behausungen praktisch intakte Überreste von solchen Systemen entdeckt.

Die Archäologie datiert diese Systeme auf ungefähr 3000 Jahre, also ca. 1000 v.Chr. Sie tragen die Bezeichnung Gudeul, welche wiederum vom koreanischen guun-dol (beheizte Steine) abstammt.

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